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Freilauf & Kassette

Shimano Uniglide-Kassette (historisch)

Auch bekannt als: Uniglide-Kassette, UG-Kassette, Shimano-Kassette (historisch), 5-fach Uniglide, 6-fach Uniglide

speeds5–6
mountUG-Verzahnung (Uniglide)

Die Uniglide-Kassette ist Shimanos erste Kassette (im Gegensatz zum vorher üblichen Schraubkranz) und der Vorläufer der bis heute gebräuchlichen Hyperglide (HG)-Kassetten. Sie sitzt auf dem gleich benannten Uniglide-Freilaufkörper mit 9 gleich breiten Zahnstegen ohne Ausrichtungsnut – die Ritzel lassen sich dadurch in mehreren Positionen montieren, was gegenüber Hyperglide schlechteres Schaltverhalten zur Folge hat. Das kleinste Ritzel ist nicht wie bei HG in die Steckverzahnung integriert, sondern als eigener Gewindering aufgeschraubt und übernimmt zugleich die Funktion des Lockrings für den gesamten Ritzelstapel. Uniglide-Kassetten sind mit Hyperglide-Freilaufkörpern und -Ritzeln inkompatibel, da die Verzahnungsgeometrie unterschiedlich ist – auch wenn beide Systeme äußerlich ähnlich aussehen (Steckverzahnung statt Gewindenabe wie beim Schraubkranz).

So erkennst du Shimano Uniglide-Kassette (historisch)

Gleich breite, gleichmäßige Zahnstege (9 Stück) ohne eine erkennbar breitere Ausrichtungsnut – im Gegensatz zu HG, wo ein Steg deutlich breiter ist. Das kleinste Ritzel ist sichtbar aufgeschraubt statt aufgesteckt und übernimmt zugleich die Funktion des Lockrings, ähnlich wie bei SRAM XD – aber an einem sichtbar alten, meist 5- oder 6-fach bestückten Ritzelpaket statt einer modernen 11-/12-fach-MTB-Kassette. Kommt praktisch nur an sehr alten Rädern vor (Baujahre grob 1980er).

Passt

  • Shimano Uniglide (UG)

    Die Uniglide-Kassette ist für den gleichnamigen Freilaufkörper mit 9 gleich breiten Zahnstegen ohne Ausrichtungsnut ausgelegt.

Passt nicht

  • Shimano HG (Hyperglide) MTB

    Uniglide und HG sehen sich mit je 9 Zahnstegen auf den ersten Blick ähnlich, sind aber unterschiedliche Verzahnungsgeometrien: Uniglide hat neun gleich breite Stege ohne Ausrichtungsnut, HG dagegen einen deutlich breiteren Leitsteg, der nur in eine passende breite Nut am Freilaufkörper greift. Die zitierte Quelle dokumentiert ausdrücklich nur die umgekehrte Richtung: HG-Ritzel lassen sich mit abgeschliffenem bzw. abgefeiltem breitem Steg auf einen UG-Körper montieren. In dieser Richtung – eine UG-Kassette auf einem HG-Körper – fehlt der Kassette dagegen der breite Leitsteg, der die breite Führungsnut ausfüllen müsste; genau daran scheitert die saubere Passung mechanisch.

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