Sattelstützen-Durchmesser messen
Um den passenden Durchmesser deiner Sattelstütze zu ermitteln, miss mit einem Messschieber den Außendurchmesser der alten Stütze – nicht den Innendurchmesser des Sitzrohrs, denn der ist wegen Lack- und Klemmschlitz-Toleranzen oft ungenau. Häufig findest du das Maß auch als Gravur auf der Stütze selbst, meist unterhalb der Rausziehmarkierung. Die gängigsten Durchmesser sind aktuell 27,2 mm, 30,9 mm, 31,6 mm und – bei neueren MTB-Dropper-Stützen – 34,9 mm; daneben kommen ältere Maße wie 25,4 mm oder Zwischengrößen wie 26,8 mm vor. Liegt dein Rahmen zwischen zwei Standardmaßen, gleicht eine Reduzierhülse den fehlenden Durchmesser aus – solange die Stütze dünner ist als das Sitzrohr. Achte beim Einbau zusätzlich auf ausreichende Einstecktiefe, damit die Mindesteinstecklinie der Stütze nicht sichtbar bleibt.
Zwei der älteren Zwischenmaße zwischen 25,4 mm und 27,2 mm sind auch heute keine reine Vintage-Größe mehr: 26,8 mm und 27,0 mm führen Premium-Hersteller wie Thomson (Elite) weiterhin als eigene, separat kaufbare Varianten. Beide liegen extrem eng beieinander – nur 0,2 mm trennen 26,8 mm von 27,0 mm und ebenso 27,0 mm von 27,2 mm –, hier hilft ausschließlich eine genaue Messung mit dem Messschieber, keine Schätzung nach Auge.
Verwechsle den Sattelstützen-Durchmesser nicht mit dem Klemmmaß der Sattelklemme: Die Klemme richtet sich nach dem Außendurchmesser des Sitzrohrs an der Klemmstelle, nicht nach dem Durchmesser der Sattelstütze selbst – ein Rahmen mit 27,2- oder 31,6-mm-Stütze hat deshalb oft trotzdem eine 34,9-mm-Klemme. Miss beide Maße einzeln nach.