Flat Mount (FM)
Auch bekannt als: Flat Mount, Flatmount, FM, Flat-Mount-Aufnahme
| Befestigung | Der Bremssattel sitzt bündig an Rahmen bzw. Gabel; die Schrauben greifen von unten in den Sattel statt von oben in den Rahmen – laut road.cc „The bolts now thread into the bottom of the caliper, rather than threading in from the top as is the case with post mount brakes.“ Hinten laufen sie laut road.cc durch die Kettenstrebe: „the bolts no longer thread into inserts in the frame, but pass through the chainstay from the bottom“; Bike Hugger beschreibt dasselbe als „Two flanged M5 bolts hold the caliper in place by reaching all the way through the chainstay from underneath.“ Vorn ist eine dünne Adapterplatte zwingend: laut road.cc „Because the bolts thread in from the bottom of the caliper, the front brake must be used with a slim adaptor.“ Bohrungsabstand laut SRAM „Flat mount is 70 mm“ an der Gabel und „Flat mount is 34 mm“ am Rahmen. |
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| Erkennung | Wie bei den anderen Aufnahmen führt der Bohrungsabstand zur Antwort – laut SRAM „Consult the frame manufacturer's instructions, or measure the distance between the center of each bolt hole, to identify the frame mount“, mit „Flat mount is 34 mm“ am Rahmen und „Flat mount is 70 mm“ an der Gabel gegenüber 74 mm (Post Mount) und 51 mm (IS). Das auffälligste Merkmal ist aber die Bauform: Der Sattel liegt flach am Material an – laut Velo Orange „Flat mount is flush/flat with the chain stay or fork“ –, und die Schraubenköpfe sitzen unten statt oben. Werden an der GABEL 34 mm gemessen, ist das dort nicht die Flat-Mount-Gabelaufnahme, sondern die Bauvariante, die SRAM „Thru Bolt Fork“ nennt: „Thru bolt fork is 34 mm, and have bolt holes that go through the fork leg.“ SRAM führt sie im selben Kapitel „Flat Mount and Thru Bolt Standard“ – der Sattel bleibt ein Flat-Mount-Sattel, nur die Verschraubung geht durch das Gabelbein hindurch. Die tatsächlich freigegebene Scheibengröße bleibt eine Herstellerangabe: SRAM mahnt für Rennrad/Gravel „Consult the fork or frame manufacturer's specifications before installing a 140 mm or 180 mm rotor. These rotor sizes have compatibility limitations on many forks and frames.“ |
Flat Mount ist die Rennrad- und Gravel-Aufnahme: laut road.cc „a road-specific disc brake mounting system developed by Shimano“, als offener Standard freigegeben und 2016 von SRAM übernommen. Der Sattel sitzt bündig am Material – laut Velo Orange „flush/flat with the chain stay or fork“ –, weil die Schrauben laut road.cc „into the bottom of the caliper, rather than threading in from the top“ greifen. Hinten laufen sie laut Bike Hugger „all the way through the chainstay from underneath“, vorn gehört immer eine flache Adapterplatte dazu (road.cc: „the front brake must be used with a slim adaptor“). Die Größen-Welt ist klein: Laut Velo Orange sind „Typical rotor sizes … either 140 and 160 mm“. Die vordere Platte lässt sich laut road.cc um 180 Grad drehen und deckt damit beide Größen ab; hinten ist der Sattel laut road.cc nativ auf 140 mm ausgelegt und geht mit Adapter auf 160 mm. SRAM beschriftet manche Platten entsprechend (140 mm bei 0 mm, 160 mm bei +20 mm Versatz). Welche Größe ein konkreter Rahmen oder eine konkrete Gabel freigibt, speichert fits.bike nicht – SRAM verlangt dafür ausdrücklich den Blick in die Herstellerspezifikation.
So erkennst du Flat Mount (FM)
Schau, wo die Schraubenköpfe sitzen: Liegt der Bremssattel flach am Rahmen bzw. an der Gabel an und wird von unten verschraubt, ist es Flat Mount – bei Post Mount greifen die Schrauben dagegen durch zwei vorstehende Laschen am Sattel in der Radebene in die Gewindelaschen der Aufnahme – an der Gabel von vorn bzw. hinten, am Rahmen von oben. Zur Gegenprobe misst du wie bei den anderen Aufnahmen den Abstand der Bohrungsmitten: laut SRAM 34 mm am Rahmen bzw. 70 mm an der Gabel für Flat Mount, gegenüber 74 mm für Post Mount und 51 mm für IS. Miss dabei nicht die Adapterplatte, sondern die Bohrungen im Rahmen bzw. in der Gabel. Achtung, wenn du an der GABEL 34 mm misst: Das ist dort nicht die Flat-Mount-Gabelaufnahme, sondern die Bauvariante, die SRAM „Thru Bolt Fork“ nennt: „Thru bolt fork is 34 mm, and have bolt holes that go through the fork leg.“ SRAM führt sie im selben Kapitel „Flat Mount and Thru Bolt Standard“ – dein Sattel bleibt also ein Flat-Mount-Sattel, nur die Verschraubung geht durch das Gabelbein hindurch. Als Flat-Mount-Gabelaufnahme im engeren Sinn zählen 70 mm, 34 mm nur am Rahmen. Welche Scheibengröße erlaubt ist, liest du nicht am Rahmen ab – frag beim Rahmen- oder Gabelhersteller nach, bevor du auf 160 mm oder mehr wechselst.
Passt
- Flat-Mount-Bremssattel
Vorn ist die Montage nie ganz teilefrei: Laut road.cc „the front brake must be used with a slim adaptor“ – hinten sitzt der Sattel bei 140 mm dagegen direkt am Rahmen und braucht erst für 160 mm ein Zwischenstück. Die vordere Platte deckt beide Größen ab, weil sie sich wenden lässt: laut road.cc „an adaptor that can be rotated 180 degrees to provide compatibility with 140 and 160mm size disc rotors“, laut Bike Hugger „You use the same adapter for both 140 and 160mm rotors, just rotate top for bottom before you bolt it to the caliper, which changes the vertical offset.“ Gewendet wird dabei innerhalb der Größenpaarung, für die die Platte ausgelegt ist – bike-components.de führt getrennte Ausführungen für 140/160-mm- und für 160/180-mm-Aufnahmen. Hinten hebt laut Bike Hugger „a spacer fitted between caliper and stay“ den Sattel um 20 mm an. Beides ist im Handel regulär gelistet, wenn auch nicht immer lieferbar: bei bike-components.de standen die vorderen Shimano-Platten am 29.07.2026 auf „aktuell nicht lieferbar“, während SRAM, TRP und Trickstuff eigene Vorderrad-Platten führen. Zur Auswahl stehen dort die Shimano-Ausführungen „VR FM 140/160 auf FM 160“ und „HR FM 140/160 auf FM 160“, daneben auch Ausführungen für 180 mm („VR FM 160/180 auf FM 180“). Der Größenrahmen bleibt klein – laut Velo Orange „Typical rotor sizes are either 140 and 160 mm“ –, die 200-/203-mm-Frage der MTB-Welt stellt sich hier nicht. Welche Größe freigegeben ist, bleibt eine Angabe des Rahmen- bzw. Gabelherstellers.
Passt mit Adapter
- Post-Mount-Bremssattel
Shimano hat diesen Weg von Anfang an vorgesehen – der Adapter ist dabei nach Scheibengröße und nach Position getrennt zu wählen: Laut BikeRadar „Shimano states that the system is backwards compatible with post-mount brake calipers with an adapter.“ Bike Hugger beschreibt die Teile-Lage: „There’s separate adapters for 140 & 160 rotors, for both front & rear positions“. Kaufbarkeit live geprüft: bike-components.de führt die Shimano-Ausführungen „VR FM auf PM“ und „HR FM auf PM“ als lieferbar sowie den TRP-Adapter FF-2/FR-2, dort beschrieben als „Adapter zur Montage von Postmount-Bremssätteln an Flat Mount-Gabel/-Rahmen.“; ROSE listet die Vorderrad-Version als „Shimano Scheibenbremsadapter zur Verwendung an einer Gabel mit Bremsscheibenaufnahme nach Flatmount-Standard in Kombination mit einem Postmount Bremssattel.“ mit den Maßen „Lochabstand Gabel: 70 mm“ und „für Postmount Bremssattel (74 mm Lochabstand)“. Eine Gegenstimme gehört dazu: Magura schreibt auf seiner Adapterseite „IS oder Postmount Bremszangen können jedoch nicht an den Flatmount Montagestandard montiert werden.“ – Shimano, TRP und der Handel bieten die Kombination dagegen an. Die Scheibengrößen bleiben die der Flat-Mount-Welt, und was freigegeben ist, sagt der Rahmen- bzw. Gabelhersteller.
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